Lettische Wirtschaftsdelegation erkundet Kooperationspotenziale in Klagenfurt
Klagenfurt durfte gestern eine hochrangige Wirtschaftsdelegation aus Lettland begrüßen. Die Delegation, angeführt von der lettischen Botschafterin in Österreich, Inga Ulmane, bestand aus Unternehmen und Organisationen aus den Bereichen Smart Cities, Sustainable Mobility, Software Development und Intelligent Traffic Monitoring. Organisiert wurde der Besuch von Wolfgang C.A. Lattacher, Honorarkonsul der Republik Lettland in Kärnten.
Ziel des Besuchs war es, die Innovations- und Wirtschaftsstandorte Kärnten und Lettland näher zusammenzubringen und konkrete Möglichkeiten für Kooperationen zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentlichen Institutionen auszuloten.
Im Rahmen des Programms besuchte die Delegation mehrere innovative Unternehmen und Einrichtungen in Klagenfurt. Bei Philips Klagenfurt erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Einblicke in hochautomatisierte Produktionsprozesse und die geplante Erweiterung der Produktionskapazitäten. Im ASFINAG-Verkehrsmanagementzentrum Klagenfurt standen intelligente Verkehrsinfrastruktur, Verkehrssteuerung und moderne Mobilitätslösungen im Fokus des fachlichen Austauschs.
Ein weiterer wichtiger Programmpunkt war der Besuch des Lakeside Science & Technology Parks, wo gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des regionalen Innovationsökosystems mögliche Kooperationsfelder in den Bereichen Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Smart Cities, vernetzte Mobilität und europäische Innovationsprojekte diskutiert wurden.
Den Abschluss des Klagenfurt-Aufenthalts bildeten Gespräche bei MOBIREG und JOANNEUM RESEARCH. Präsentiert wurden dort aktuelle Entwicklungen rund um nachhaltige Mobilität, digitale Zwillinge, 3D-Umweltmodelle sowie automatisierte und intelligente Verkehrssysteme.
Seitens der Stadt Klagenfurt nahmen Natascha Zmerzlikar von Invest in Klagenfurt sowie Dr. Georg M. Eichler von der IPAK – International Project Management Agency Klagenfurt on Lake Wörthersee GmbH, einer 100% Tochtergesellschaft der Stadt, an den Gesprächen teil. Darüber hinaus waren Vertreterinnen und Vertreter von SURAAA, dem Bereich Autonomes Fahren Kärnten sowie der BABEG eingebunden.
Besonders intensiv wurde über mögliche Kooperationen im Bereich Intelligent Traffic Monitoring diskutiert. Gemeinsam mit der IPAK prüft die Stadt Klagenfurt nun, ob sich daraus konkrete grenzüberschreitende Kooperationsprojekte entwickeln lassen. Dabei sollen sowohl gemeinsame europäische Förderprojekte als auch Pilotanwendungen und Formate für den Wissens- und Technologietransfer evaluiert werden.
Darüber hinaus wurden Möglichkeiten für einen verstärkten Austausch der beiden Wirtschaftsstandorte auf Unternehmensebene erörtert. Alle Beteiligten verständigten sich darauf, die Zusammenarbeit zwischen Riga / Lettland und Klagenfurt / Kärnten sowohl auf institutioneller Ebene als auch zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen aktiv weiter auszubauen.
Für lettische Unternehmen, die Interesse an Kooperationen mit Klagenfurter Unternehmen oder Forschungseinrichtungen haben, steht Invest in Klagenfurt künftig als zentrale Anlaufstelle zur Verfügung. Gemeinsam mit der IPAK werden darüber hinaus weitere Möglichkeiten für drittmittelfinanzierte Kooperations- und Innovationsprojekte geprüft.
Ein besonderer Dank gilt Wolfgang C.A. Lattacher für die Organisation dieses wichtigen Besuchs und die Einbindung der Stadt Klagenfurt.
Die Gespräche haben eindrucksvoll gezeigt, wie gut sich die Stärken Lettlands in den Bereichen Digitalisierung, intelligente Mobilität und Softwareentwicklung mit dem Innovations- und Technologiestandort Klagenfurt ergänzen. Nun gilt es, die geknüpften Kontakte in konkrete Projekte, Partnerschaften und gemeinsame Initiativen zu überführen.
