Klagenfurter Wirtschaftsagenda 2026: Von der schönen zur starken Stadt im Süden
Klagenfurter Wirtschaftsagenda 2026: Von der schönen zur starken Stadt im Süden
Mit der Präsentation der Wirtschaftsagenda 2026 setzt die Landeshauptstadt Klagenfurt klare Impulse für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Standortentwicklung. Wirtschaftsreferent Stadtrat Julian Geier stellte im Rahmen einer Pressekonferenz aktuelle Zahlen, Schwerpunkte und strategische Ziele vor. Die Vision: Klagenfurt soll sich vom reinen Verwaltungsstandort zu einer starken wirtschaftlichen Lokomotive im Süden Österreichs entwickeln.
Die Ausgangsbasis ist vielversprechend. Klagenfurt zählt rund 9.200 Unternehmen mit etwa 76.270 Beschäftigten und verzeichnet jährlich rund 550 Neugründungen. Besonders erfreulich ist der steigende Anteil von Frauen unter den Gründer:innen sowie ein Plus von 7 Prozent bei Betriebsnachfolgen. Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit spiegelt sich auch in den rund 60 Millionen Euro Kommunalsteuer wider, die Klagenfurter Betriebe jährlich leisten.
„Eine funktionierende Wirtschaft ist die Grundlage dafür, dass wir uns auch andere Dinge leisten können. Klagenfurt soll sich von der schönen zu einer starken Stadt im Süden weiterentwickeln“, betont Stadtrat Geier. Langfristig müsse es gelingen, mehr finanzielle Mittel für Betriebsansiedlungen und Standortentwicklung bereitzustellen.
Als Innovationsstandort ist Klagenfurt bereits gut aufgestellt: Mit dem Lakeside Science & Technology Park und dem Südquartier – beide mit sehr hoher Auslastung – sowie acht Forschungseinrichtungen und rund 70 Bildungseinrichtungen bietet die Stadt ein starkes Umfeld für Unternehmen. Ergänzt wird dieses durch die Ausbildung von 1.670 Lehrlingen und den Ausbau der Zusammenarbeit zwischen Universität und Wirtschaft.
Sechs wirtschaftliche Fokusbereiche für 2026
Für das kommende Jahr definiert die Stadt klare Branchenschwerpunkte:
- Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) inkl. Drohnentechnologie & Robotics
- Green Technologies
- Logistics
- Life Sciences (Medizin, Biotechnologie, Lebensmittelforschung etc.)
- Startups
- Creative Industries (Architektur, Buch-, Werbe- und Pressemarkt etc.)
Damit positioniert sich Klagenfurt gezielt als dynamischer Startup Hub im Alpen-Adria-Raum.
Auch Wirtschaftskoordinator Andreas Fritz, MSc, unterstreicht die Bedeutung der Infrastruktur – insbesondere der Koralmbahn: „Das attraktive Angebot der Infrastruktur ist maßgebend. Mehr als die Hälfte der rund 100 Startups in Klagenfurt ist im Green-Tech- oder Social-Impact-Bereich tätig.“
Klare Strategie für einen starken Standort
Noch in diesem Quartal soll eine langfristige Wirtschaftsstrategie präsentiert werden. Zentrale Bausteine sind die gezielte Nutzung verfügbarer Flächen, ein professionelles Standortmarketing mit Fokus auf den Alpen-Adria-Raum, eine eigene Quartiersstrategie zur Stärkung der Innenstadt sowie der Ausbau von Serviceleistungen für Unternehmen. Auch Maßnahmen zur Entbürokratisierung sind geplant, um Gründungen und Ansiedlungen weiter zu erleichtern.
„Klagenfurt bietet eine immense Qualität. Wer die Stadt stärken will, muss auch die Wirtschaft stärken. Einen Innovationsstandort im Süden zu schaffen – das ist unser Ziel“, fasst Wirtschaftsreferent Stadtrat Julian Geier die Ambitionen der Stadt zusammen.
