ROUBE: Innovation kennt keine Metropolen

"Klagenfurt sollte als Unternehmensstandort unbedingt auf der Shortlist von Unternehmen aus anderen Lärndern stehen, weil man hier eine Kombination bekommt, die nicht viele Standorte bieten.

Man liegt mitten im Alpen-Adria-Raum, hat mit Italien und Slowenien zwei internationale Märkte praktisch vor der Haustüre, verfügt über eine Universität und ein wachsendes Technologieumfeld und bietet gleichzeitig eine sehr hohe Lebensqualität.

Gerade für Technologieunternehmen sollte man deshalb nicht nur auf die klassischen Großstädte schauen."

 

Patrick Rosmann

CEO Roube GmbH

ROUBE GmbH ist ein IT-Dienstleister mit Sitz in Klagenfurt und betreut Unternehmen unterschiedlicher Branchen bei allen Themen rund um moderne IT. Das Leistungsspektrum umfasst Managed IT, Cybersecurity, Microsoft Cloud & Azure, ERP- und Business-Software sowie moderne KI-Lösungen. 

Dabei stehen persönliche Betreuung, direkte Ansprechpartner und eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe im Mittelpunkt. Von der Beratung über die Umsetzung bis zum laufenden Betrieb versteht sich ROUBE als langfristiger IT- und Digitalisierungspartner seiner Kunden

Spannender Austausch mit Patrick Rosmann, CEO von ROUBE GmbH

Herr Rosmann, ROUBE hat sich in wenigen Jahren zu einem erfolgreichen IT- und KI-Unternehmen entwickelt. Wie würden Sie Ihr Unternehmen in wenigen Sätzen beschreiben?

Wir sind ein IT-Unternehmen aus Klagenfurt und begleiten unsere Kunden eigentlich bei allem, was moderne Unternehmens-IT betrifft – von der klassischen IT-Betreuung über Cloud und Cybersecurity bis hin zu ERP und mittlerweile sehr stark im Bereich Künstliche Intelligenz.

Was uns dabei wichtig ist: Wir wollen kein anonymer IT-Dienstleister sein. Unsere Kunden haben direkte Ansprechpartner und wir versuchen, Themen so zu erklären und umzusetzen, dass sie auch im Arbeitsalltag wirklich funktionieren. Am Ende geht es nicht darum, möglichst viel Technologie einzusetzen, sondern die richtige.

Seit wann gibt es ROUBE und wie hat sich das Unternehmen seit der Gründung entwickelt?

ROUBE gibt es seit 2019. Angefangen haben wir klassisch im IT- und ERP-Umfeld. Über die Jahre sind Cloud, Cybersecurity, Microsoft 365 und viele weitere Themen dazugekommen.

In den letzten Jahren hat sich natürlich vor allem der Bereich Künstliche Intelligenz enorm entwickelt. Für uns war relativ schnell klar, dass KI kein isoliertes Thema ist. Sie hängt unmittelbar mit IT-Infrastruktur, Daten, Sicherheit und den bestehenden Unternehmensprozessen zusammen. Genau deshalb passt sie sehr gut zu dem, was wir ohnehin schon machen.

Und was war die ursprüngliche Idee hinter ROUBE und welche Vision verfolgen Sie heute?

Die Grundidee war eigentlich recht einfach: IT soll für Unternehmen funktionieren und nicht unnötig kompliziert sein.

An dieser Idee hat sich bis heute wenig geändert. Die Technologien sind komplexer geworden, unsere Aufgabe sehen wir aber weiterhin darin, diese Komplexität vom Kunden fernzuhalten. Unsere Vision ist, Unternehmen langfristig bei ihrer Digitalisierung zu begleiten – von einer stabilen Basis-IT bis hin zu modernen Cloud- und KI-Lösungen.

Alles klar. Und welche Leistungen bieten Sie Ihren Kundinnen und Kunden aktuell an?

Das beginnt bei klassischer IT-Betreuung und Managed IT und geht über Cybersecurity, Backup, Microsoft 365 und Azure bis hin zu ERP, Dokumentenmanagement, Zeiterfassung und Telefonie.

Ein stark wachsender Bereich ist Künstliche Intelligenz. Hier beschäftigen wir uns unter anderem mit Microsoft Copilot, Prozessautomatisierung und lokalen KI-Systemen beziehungsweise Large Language Models, die direkt mit den Daten eines Unternehmens arbeiten können.

Der Vorteil für den Kunden ist, dass diese Themen nicht von fünf verschiedenen Dienstleistern betrachtet werden, sondern gemeinsam.

Sehr vielfältig! Ihr Unternehmen verbindet ja IT, Cloud, Cybersecurity, ERP und Künstliche Intelligenz. Warum ist gerade diese Kombination heute so wichtig?

Weil diese Bereiche in der Praxis ohnehin zusammengehören.

Wenn ich beispielsweise KI sinnvoll einsetzen möchte, brauche ich zuerst vernünftige Daten und Prozesse. Gleichzeitig muss geklärt sein, wo diese Daten liegen, wer darauf zugreifen darf und wie sie geschützt werden. Und wenn das Ergebnis anschließend wieder in einem ERP-System oder einem anderen Geschäftsprozess gebraucht wird, schließt sich der Kreis.

Man kann diese Themen einzeln betrachten – sinnvoller ist es aber meistens, das Gesamtbild zu sehen.

Verstehe. Würden Sie uns noch verraten, wer Ihre typischen Kunden sind? Arbeiten Sie vor allem mit KMU, größeren Unternehmen oder auch öffentlichen Einrichtungen zusammen?

Unser Schwerpunkt liegt ganz klar bei kleinen und mittelständischen Unternehmen, wobei wir auch größere Unternehmen betreuen.

Dabei sind die Branchen sehr unterschiedlich. Genau das macht unsere Arbeit spannend: Eine Arztpraxis hat völlig andere Anforderungen als ein Produktionsbetrieb, ein Ingenieurbüro oder ein Handwerksunternehmen.

Die Unternehmensgröße allein ist für uns deshalb gar nicht das Entscheidende. Viel wichtiger ist, dass wir gemeinsam eine Lösung finden, die zum jeweiligen Betrieb passt.

Von Arztpraxen über Handwerksbetriebe bis hin zu Industrieunternehmen – Sie begleiten also Unternehmen unterschiedlichster Branchen. Welche Herausforderungen begegnen Ihnen dabei am häufigsten?

Ein Thema sehen wir tatsächlich sehr häufig: Die IT ist über viele Jahre mit dem Unternehmen mitgewachsen.

Dann gibt es unterschiedliche Systeme, einzelne Insellösungen, alte Server, manuelle Abläufe und teilweise weiß niemand mehr ganz genau, warum etwas ursprünglich so eingerichtet wurde.

Unsere Aufgabe ist dann zunächst, Struktur hineinzubringen: Was funktioniert gut? Wo gibt es Risiken? Was kann bleiben? Und wo bringt eine Veränderung tatsächlich einen Mehrwert?

Es muss nämlich nicht immer alles neu gemacht werden.

Künstliche Intelligenz ist derzeit in aller Munde. Sicherlich auch bei den erwähnten Kunden. Welche Entwicklungen beobachten Sie aktuell bei ihnen?

Das Interesse ist enorm gestiegen. Vor einiger Zeit war KI für viele noch etwas, das man einmal ausprobieren wollte. Mittlerweile kommen sehr konkrete Fragen.

Unternehmen wollen wissen: Wo kann ich damit wirklich Zeit sparen? Welche Prozesse kann ich automatisieren? Kann die KI mit meinen eigenen Dokumenten arbeiten? Und vor allem: Was passiert dabei mit meinen Daten?

Wir merken also, dass sich das Thema gerade vom Ausprobieren hin zum produktiven Einsatz entwickelt.

Viele Unternehmen möchten heute irgendwie KI nutzen, wissen aber nicht, wo sie beginnen sollen. Welchen Rat geben Sie diesen Unternehmen?

Nicht mit der Technologie beginnen, sondern mit einem konkreten Problem.

Also nicht: „Wir brauchen jetzt KI.“ Sondern zum Beispiel: „Unsere Mitarbeiter verbringen jede Woche viele Stunden damit, Informationen aus Dokumenten zusammenzusuchen“ oder „Die Erstellung unserer Angebote dauert zu lange.“

Dann kann man prüfen, ob KI dafür überhaupt die richtige Lösung ist.

Wir empfehlen meistens, mit einem überschaubaren Anwendungsfall zu starten, Erfahrungen zu sammeln und danach Schritt für Schritt weiterzugehen.

ROUBE setzt auch stark auf datenschutzkonforme und lokale KI-Lösungen. Warum wird dieses Thema in Zukunft noch wichtiger werden?

Weil Unternehmen zunehmend verstehen, welchen Wert ihre eigenen Daten haben.

Bei einer öffentlichen KI-Lösung muss ich mir genau überlegen, welche Informationen ich dort eingebe. Bei sensiblen Unternehmens-, Kunden- oder Gesundheitsdaten wird das besonders relevant.

Lokale KI-Systeme ermöglichen es, moderne Sprachmodelle mit den eigenen Daten zu nutzen, während die Informationen im Unternehmen oder in einer kontrollierten Umgebung bleiben.

Das wird gerade für Branchen mit hohen Datenschutz- und Compliance-Anforderungen immer wichtiger werden.

Und welche Branchen werden Ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren am stärksten von KI profitieren?

Eigentlich fast jede Branche, in der viel mit Informationen, Dokumenten und wiederkehrenden Abläufen gearbeitet wird.

Besonders großes Potenzial sehen wir beispielsweise in Industrie und Produktion, bei technischen Dienstleistern, im Gesundheitsbereich, bei Kanzleien und natürlich generell im Mittelstand.

Dabei muss KI gar nicht immer spektakulär sein. Wenn ein Mitarbeiter jeden Tag 30 Minuten weniger mit Suchen, Kopieren oder manueller Datenerfassung verbringt, ist das über ein Jahr gerechnet bereits ein enormer Effekt.

Auf jeden Fall. 
Gibt es ein Projekt oder eine Kundenanfrage, die besonders gut zeigt, welches Potenzial KI heute bereits entfalten kann?

Ein gutes allgemeines Beispiel sind Unternehmen mit großen Mengen an internen Dokumenten.

Stellen Sie sich einen Betrieb vor, der über Jahre technische Dokumentationen, Angebote, Handbücher und Projektdaten gesammelt hat. Heute muss ein Mitarbeiter oft wissen, wo eine bestimmte Information abgelegt wurde und anschließend mehrere Ordner oder Systeme durchsuchen.

Mit einer passenden KI-Lösung kann man diese Informationen gezielt abfragen. Die KI sucht in den freigegebenen Unternehmensdaten und liefert die relevanten Inhalte.

Genau solche Anwendungen zeigen sehr schön, dass KI nicht nur ein Chatbot sein muss, sondern im täglichen Arbeiten ganz konkret Zeit sparen kann.

Klingt nach einer großen Erleichterung. Aber kommen wir zurück zum Unternehmen. Von Klagenfurt aus betreuen Sie Kunden weit über Kärnten hinaus. Welche Märkte und Regionen bedienen Sie heute?

Unser Schwerpunkt liegt in Österreich. Durch Cloud-Technologien und Remote-Betreuung spielt die Entfernung bei vielen IT-Themen heute aber eine wesentlich kleinere Rolle.

Unsere Basis bleibt Klagenfurt und Kärnten, gleichzeitig können wir viele Leistungen problemlos österreichweit erbringen.

Apropos Klagenfurt: Warum haben Sie sich entschieden, ROUBE in Klagenfurt und nicht woanders aufzubauen?

Weil wir hier zu Hause sind und Klagenfurt für uns eine sehr gute Kombination bietet.

Wir haben hier ein persönliches Netzwerk, kurze Wege und gleichzeitig eine gute Lage. Graz, Slowenien und Italien sind schnell erreichbar und auch Richtung Wien oder Salzburg ist man gut angebunden.

Für ein IT-Unternehmen muss heute nicht automatisch Wien oder München die erste Adresse sein.

Das hören wir gerne. Welche Standortfaktoren haben denn damals für Klagenfurt gesprochen – und welche überzeugen Sie heute noch mehr als zu Beginn?

Am Anfang waren es sicherlich die regionale Verankerung und die vorhandenen Kontakte.

Heute sehen wir zusätzlich, wie wichtig Lebensqualität, kurze Wege und ein gutes Umfeld für Mitarbeiter sind. Gleichzeitig hat sich in Klagenfurt rund um Technologie, Universität und Innovation einiges entwickelt.

Diese Mischung ist für uns sehr interessant.

Und was gefällt Ihnen persönlich am Wirtschaftsstandort Klagenfurt besonders gut?

Dass vieles noch persönlich funktioniert.

Man kennt sich, kommt relativ schnell miteinander ins Gespräch und die Wege sind kurz. Das passt auch sehr gut zu unserer eigenen Art zu arbeiten.

Gleichzeitig ist Klagenfurt groß genug, um wirtschaftlich und technologisch interessante Möglichkeiten zu bieten, ohne die Nachteile einer Millionenstadt zu haben.

Wie erleben Sie die eingangs erwähnte Entwicklung Klagenfurts als Technologie- und Innovationsstandort in den letzten Jahren?

Sehr positiv. Technologie und Digitalisierung werden deutlich sichtbarer.

Mit der Universität, dem Lakeside Park und den dort angesiedelten Unternehmen und Forschungseinrichtungen gibt es eine gute Basis.

Ich glaube, dass Klagenfurt hier noch einiges an Potenzial hat – gerade bei Themen wie KI, Digitalisierung und Cybersecurity.

Welche Rolle spielen denn die Universität Klagenfurt, Forschungseinrichtungen und das regionale Innovationsökosystem für Unternehmen wie ROUBE?

Eine wichtige. Gerade in der IT verändert sich das Wissen extrem schnell. Der Austausch zwischen Unternehmen, Forschung und Ausbildung wird deshalb immer wichtiger.

Für einen Standort ist es ein großer Vorteil, wenn junge Menschen hier studieren, mit neuen Technologien in Berührung kommen und im besten Fall anschließend auch in der Region bleiben.

Gleichzeitig entstehen durch Forschung und Unternehmen immer wieder Möglichkeiten für Kooperation und Wissensaustausch.

Und wie beurteilen Sie die Verfügbarkeit von qualifizierten Fachkräften in Klagenfurt? Finden Sie hier die Talente, die Sie für Ihr Wachstum benötigen?

IT-Fachkräfte zu finden ist grundsätzlich nicht einfach – das betrifft aber nicht nur Klagenfurt.

Die Universität ist für den Standort natürlich ein großer Vorteil. Gleichzeitig muss man als Unternehmen heute auch etwas bieten. Gehalt allein reicht nicht mehr. Mitarbeiter achten auf spannende Aufgaben, Entwicklungsmöglichkeiten, Flexibilität und das Arbeitsumfeld.

Und genau bei der Lebensqualität kann Klagenfurt definitiv punkten.

Vielen Dank für die Blumen. Genau, viele Unternehmen suchen heute nicht nur nach einem guten Standort, sondern auch nach einem attraktiven Lebensumfeld für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Welche Rolle spielen Lebensqualität, Natur, kurze Wege und die Alpen-Adria-Lage für Ihr Unternehmen?

Eine ziemlich große.

Man kann morgens arbeiten, ist nachmittags in wenigen Minuten am See oder in den Bergen und am Wochenende genauso schnell in Italien oder Slowenien. Gleichzeitig verbringt man nicht jeden Tag Stunden im Verkehr.

Das klingt zunächst vielleicht nach einem privaten Thema, wird aber beim Wettbewerb um gute Mitarbeiter immer mehr zu einem echten Standortfaktor.

Das sehen wir definitiv auch so. Und was würden Sie sagen: Welche Vorteile bietet Klagenfurt gegenüber größeren Städten und Ballungsräumen?

Vor allem kurze Wege und eine hohe Lebensqualität.

Man kann hier ein Unternehmen aufbauen, gut vernetzt sein und gleichzeitig ein Umfeld bieten, in dem Mitarbeiter gerne leben.

Und durch Cloud, Videokonferenzen und moderne Arbeitsmodelle ist die geografische Größe eines Standortes in unserer Branche ohnehin viel weniger entscheidend als früher.

Das hören wir gerne und können es auch bestätigen. 
Gab es einen besonderen Moment in Ihrer Unternehmensentwicklung, in dem Sie sich gedacht haben: „Genau deshalb war Klagenfurt die richtige Entscheidung“?

Weniger einen einzelnen Moment als viele kleine.

Wenn aus einem persönlichen Kontakt ein Projekt entsteht, man unkompliziert mit anderen Unternehmen ins Gespräch kommt oder innerhalb weniger Minuten bei einem Kunden sein kann, merkt man immer wieder, welchen Wert diese kurzen Wege haben.

Gerade als kleineres, wachsendes Unternehmen ist ein gutes regionales Netzwerk extrem hilfreich.

Und welche Chancen sehen Sie für Klagenfurt, sich als Standort für Digitalisierung, KI und innovative Unternehmen weiter zu etablieren?

Die Voraussetzungen sind auf jeden Fall vorhanden.

Mit Universität, Lakeside Park, bestehenden Technologieunternehmen und der Lage im Alpen-Adria-Raum gibt es eine gute Basis.

Entscheidend wird sein, diese Bereiche noch stärker miteinander zu verbinden und Klagenfurt auch außerhalb Kärntens als Technologiestandort sichtbar zu machen.

Gerade bei KI entsteht momentan sehr viel neu. Das ist eine Chance für Standorte, die vielleicht nicht die größten sind, dafür aber schnell und flexibel agieren können.

Wo sehen Sie, als Branchenkenner, die größten Entwicklungen im Bereich Künstliche Intelligenz und IT in den nächsten fünf bis zehn Jahren?

KI wird viel stärker direkt in bestehende Software und Arbeitsprozesse integriert werden.

Heute öffnen wir häufig noch bewusst eine KI-Anwendung und stellen ihr eine Frage. In Zukunft wird die KI im Hintergrund Teil vieler Systeme sein und Mitarbeiter automatisch unterstützen.

Gleichzeitig glaube ich, dass lokale und spezialisierte KI-Modelle stark an Bedeutung gewinnen werden. Es muss nicht jede Aufgabe über ein riesiges öffentliches Modell laufen. Für viele Unternehmen wird eine kleinere, spezialisierte KI mit den eigenen Daten sogar die bessere Lösung sein.

Klingt spannend und herausfordernd zugleich. Und welche Auswirkungen wird, Ihrer Meinung nach, KI auf den Mittelstand und auf die Arbeitswelt insgesamt haben?

Viele Tätigkeiten werden sich verändern, aber ich glaube nicht an das einfache Bild, dass KI plötzlich ganze Belegschaften ersetzt.

Viel realistischer ist, dass Mitarbeiter mit KI bestimmte Aufgaben schneller erledigen können. Routinearbeit wird weniger und der Mensch kann sich stärker auf Entscheidungen, Kundenkontakt und komplexere Aufgaben konzentrieren.

Für den Mittelstand sehe ich darin eine große Chance. Technologien, für die früher große Entwicklungsabteilungen notwendig waren, werden plötzlich auch für kleinere Unternehmen zugänglich.

Kommen wir zum Wirtschaftsstandort, zu Klagenfurt zurück. 
Was wünschen Sie sich von der Stadt Klagenfurt und vom Wirtschaftsstandort, um Unternehmen wie ROUBE künftig noch besser unterstützen zu können?

Vor allem weiterhin Offenheit gegenüber neuen Technologien und möglichst einfache Rahmenbedingungen für Unternehmen.

Hilfreich sind Netzwerke und Initiativen, die Unternehmen, Forschung, Fachkräfte und potenzielle Kunden zusammenbringen.

Und natürlich wäre es schön, wenn Klagenfurt noch stärker nach außen kommuniziert, was technologisch bereits hier passiert.

Das nehmen wir sehr gerne auf.
Wenn Sie nun einem Unternehmen aus Deutschland, Italien, Slowenien oder einem anderen Land einen Rat geben dürften: Warum sollte Klagenfurt als Unternehmensstandort unbedingt auf der Shortlist stehen?

Weil man hier eine Kombination bekommt, die nicht viele Standorte bieten.

Man liegt mitten im Alpen-Adria-Raum, hat mit Italien und Slowenien zwei internationale Märkte praktisch vor der Haustüre, verfügt über eine Universität und ein wachsendes Technologieumfeld und bietet gleichzeitig eine sehr hohe Lebensqualität.

Gerade für Technologieunternehmen sollte man deshalb nicht nur auf die klassischen Großstädte schauen.

Vervollständigen Sie dazu bitte diesen Satz: „Klagenfurt ist für innovative Unternehmen der richtige Standort, weil ...“

... hier kurze Wege, hohe Lebensqualität und ein wachsendes Technologieumfeld aufeinander treffen.

Das bringt es auf den Punkt. Und wenn es noch kürzer gehen müsste?
Welche drei Begriffe beschreiben den Wirtschaftsstandort Klagenfurt aus Ihrer Sicht am besten?

Lebenswert, vernetzt und zukunftsorientiert. 

Und wie sehen Sie es: Ist Klagenfurt heute noch ein Geheimtipp für Technologieunternehmen oder bereits ein etablierter Innovationsstandort?

Wahrscheinlich ein bisschen von beidem. In Kärnten weiß man, was hier passiert. Außerhalb der Region wird Klagenfurt als Technologiestandort meiner Meinung nach teilweise noch unterschätzt.

Genau darin liegt aber auch eine Chance. Die Grundlagen sind da – jetzt geht es darum, sie noch sichtbarer zu machen.

Vielen Dank für das wertvolle Feedback. Genau das wollen wir, unter anderem, mit dieser Kampagne bewirken.  
Und was meinen Sie, welche Chancen hat Klagenfurt, sich als KI-Hotspot im Alpen-Adria-Raum zu positionieren?

Sehr gute, wenn Wirtschaft, Forschung und öffentliche Hand das Thema gemeinsam angehen.

Mit Universität, Technologieunternehmen und der Lage zwischen Österreich, Italien und Slowenien gibt es Voraussetzungen, die andere Standorte erst schaffen müssten.

KI ist außerdem ein Bereich, in dem gerade vieles neu entsteht. Man muss also nicht jahrzehntelang ein etablierter Technologiestandort gewesen sein, um vorne mitzuspielen.

Das sind schöne Aussichten. 
Wenn Sie heute nochmals gründen würden: Würden Sie wieder Klagenfurt wählen? Warum?

Ja.

Natürlich kann man ein IT-Unternehmen heute fast überall aufbauen. Aber die Kombination aus persönlichem Netzwerk, kurzen Wegen, guter Lebensqualität und der Möglichkeit, trotzdem österreichweit zu arbeiten, funktioniert für uns sehr gut.

Das freut uns sehr. 
Was würde, Ihrer Meinung nach,  internationale Unternehmen überraschen, wenn sie Klagenfurt zum ersten Mal als potenziellen Standort kennenlernen?

Wahrscheinlich, wie viel Technologie und Know-how hier auf relativ kleinem Raum vorhanden ist – und gleichzeitig, wie unkompliziert vieles funktioniert.

Man hat Universität, Forschung und Technologieunternehmen in unmittelbarer Nähe und ist trotzdem in wenigen Minuten am Wörthersee oder in der Natur. Diese Kombination erwartet man vielleicht nicht unbedingt, wenn man Klagenfurt vorher nur von der Landkarte kennt.

Das erleben wir auch so. Nun zum Abschluss: Wo sehen Sie ROUBE in fünf Jahren – und welche Rolle wird Klagenfurt auf diesem Weg spielen?

Wir wollen gesund weiterwachsen und uns noch stärker als Partner für moderne Unternehmens-IT, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz positionieren.

Dabei wollen wir aber etwas nicht verlieren: die persönliche Betreuung und die Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Wachstum darf aus unserer Sicht nicht bedeuten, dass der Kunde irgendwann nur noch eine Ticketnummer ist.

Klagenfurt soll dabei unsere Basis bleiben. Von hier aus können wir regional persönlich arbeiten und gleichzeitig Kunden weit über Kärnten hinaus betreuen.

Vielen Dank, lieber Herr Rosmann, für diesen interessanten Austausch zum Zukunftsthema KI und Cyber security und natürlich auch für die Einblicke in Ihre Firmengeschichte.

 

ROUBE GmbH

ROUBE ist ein IT-Dienstleister mit Sitz in Klagenfurt und begleitet Unternehmen bei der Digitalisierung und dem sicheren Betrieb ihrer IT-Infrastruktur. Das Leistungsspektrum reicht von Managed IT und Cybersecurity über Microsoft 365 und Azure-Cloud-Lösungen bis hin zu ERP-, Business-Software und modernen KI-Lösungen.

Von Klagenfurt aus betreut ROUBE Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen in ganz Österreich. Im Mittelpunkt steht die persönliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe: kurze Wege, direkte Ansprechpartner und Lösungen, die sich an den tatsächlichen Anforderungen der Kunden orientieren. Von der Beratung über die Umsetzung bis zum laufenden Betrieb versteht sich ROUBE als langfristiger IT- und Digitalisierungspartner.

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