115 Jahre Innovation aus Klagenfurt: Wie SW Umwelttechnik Infrastruktur für die Zukunft gestaltet
Seit mehr als 115 Jahren steht die SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG für Innovation, Qualität und nachhaltige Infrastruktur-Lösungen. Was 1910 in Klagenfurt begann, hat sich zu einer international erfolgreichen Unternehmensgruppe mit Standorten in mehreren Ländern entwickelt.
Für unsere Success-Story-Reihe freuen wir uns, gemeinsam mit CEO Klaus Einfalt einen Blick hinter die Kulissen dieses traditionsreichen Familienunternehmens zu werfen. Im Interview spricht er über die Entwicklung von SW Umwelttechnik, die Bedeutung des Standorts Klagenfurt, internationale Wachstumsmärkte, Nachhaltigkeit, Digitalisierung sowie die Herausforderungen und Chancen einer Unternehmensgruppe, die seit mehr als einem Jahrhundert erfolgreich Zukunft gestaltet.
Herr Einfalt, können Sie uns die SW Umwelttechnik in wenigen Sätzen vorstellen? Was macht das Unternehmen aus, und wofür steht SW heute – Über 115 Jahre nach der Gründung?
SW Umwelttechnik ist ein österreichisches Familienunternehmen mit Sitz in Klagenfurt, das Betonfertigteile für den Auf- und Ausbau moderner Infrastruktur entwickelt und produziert. Unsere Produkte kommen sowohl über als auch unter der Erde zum Einsatz, etwa in Wasser- und Abwassersystemen, im Verkehrswegebau oder im Hochbau.
Das Unternehmen wurde 1910 in Klagenfurt gegründet und ist seitdem kontinuierlich gewachsen. Heute sind wir mit rund 785 Mitarbeitenden an neun Produktionsstandorten in Österreich, Ungarn und Rumänien tätig. Unsere Mission ist es, mit langlebigen und nachhaltigen Infrastrukturprodukten einen Beitrag zur Lebensqualität und zur Standortentwicklung in unseren Märkten zu leisten.
In welchen Geschäftsbereichen ist SW tätig? Welche Produkte und Lösungen stehen im Mittelpunkt Ihres Portfolios?
Unser Portfolio konzentriert sich im Wesentlichen auf zwei Geschäftsbereiche: Tiefbau und Verkehr sowie sowie Hochbau und Wohnen.
Im Bereich Tiefbau und Verkehr stellt SW Umwelttechnik Produkte für die Marktsegmente Kanalisation, Entwässerung sowie für die umweltgerechte Gestaltung von Straßen- und Schieneninfrastruktur bereit. Dazu gehören etwa Rohr- und Schachtsysteme, Pumpwerke, Abscheideanlagen oder Systeme zur Regenwasserversickerung.
Der Geschäftsbereich Hochbau und Wohnen umfasst die Produktion von Betonfertigteilen für die Marktsegmente Wohnbau, Landwirtschaft, Netzbau sowie den Hochbau, insbesondere im Bereich des Skelettbaus – beispielsweise Fundamente, Stützen, Wände oder modulare Systemlösungen. Ein weiterer Bereich sind Fertigteilkonstruktionen für Verkehrsinfrastruktur sowie Stützwandsysteme zur Hangsicherung. Unsere Produkte sind auf Langlebigkeit und jahrzehntelange Nutzung ausgelegt.
Wie lange ist SW bereits am Standort Klagenfurt aktiv – und welche Bedeutung hat dieser Standort für das Unternehmen?
Klagenfurt ist seit der Unternehmensgründung vor über 115 Jahren unser Stammsitz und bis heute strategisches Zentrum der Gruppe. Hier befinden sich zentrale Funktionen wie die Holding der Gruppe. Der Standort steht für unsere industrielle Tradition ebenso wie für Innovation, etwa in der Weiterentwicklung nachhaltiger Produkte, digitaler Planungsprozesse und effizienter Fertigung. Klagenfurt ist damit identitätsstiftend für SW und gleichzeitig Ausgangspunkt unserer internationalen Aktivitäten.
Zur Unternehmensgruppe: Welche weiteren Standorte und Gesellschaften gehören zur SW-Gruppe?
Neben mehreren Standorten in Österreich verfügt die SW Gruppe über Produktions-und Vertriebsstandorte in Ungarn und Rumänien.
Insgesamt betreiben wir 3 Produktionsstandorte in Rumänien und 3 in Ungarn.
Durch ein strategisch aufgebautes Netzwerk an Produktionsstandorten gewährleisten wir eine hohe regionale Verfügbarkeit unserer Produkte bei gleichzeitig kurzen und ressourcenschonenden Transportwegen. Langfristige Kooperationen mit Kund:innen und Lieferant:innen sowie das Engagement unserer qualifizierten und loyalen Mit-arbeiter:innen bilden die Basis für unseren nachhaltigen Wettbewerbsvorteil und sichern den langfristigen Erfolg der Unternehmensgruppe.
Diese Struktur ermöglicht uns, regionale Märkte effizient zu bedienen und gleichzeitig Know-how, Technologie und Qualitätsstandards gruppenweit zu teilen.
In welchen Ländern ist SW heute operativ tätig? Wo wurden international bereits Projekte umgesetzt, auf die Sie besonders stolz sind?
SW Umwelttechnik ist heute vor allem in Zentral- und Osteuropa operativ tätig. Der Schwerpunkt liegt dabei neben Österreich insbesondere auf den Märkten in Ungarn, und Rumänien.
In diesen Ländern setzen wir eine Vielzahl von Infrastrukturprojekten um, vor allem im Bereich Umwelttechnik sowie Straßen- und Verkehrsinfrastruktur. Gerade diese Anwendungen zeigen sehr gut, wofür unser Unternehmen steht: langlebige, nachhaltige und technisch anspruchsvolle Lösungen aus Betonfertigteile.
Besonders stolz sind wir auf Projekte, bei denen wir einen spürbaren Beitrag zur Verbesserung der Infrastruktur und Lebensqualität leisten konnten. Solche Projekte haben nicht nur technische, sondern auch gesellschaftliche Bedeutung, weil sie direkt zur Sicherheit und Entwicklung ganzer Regionen beitragen.
Gibt es ein Referenzprojekt, das für Sie persönlich eine besondere Bedeutung hat – und warum?
Ein sehr prägendes Referenzprojekt für mich ist die Wendeltreppe „Cadenza“ im NEST der Empa in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich.
Dieses Projekt ist deshalb besonders, weil es weit über ein klassisches Bauvorhaben hinausgeht: Die Treppe wurde im Rahmen eines hochinnovativen Forschungs- und Innovationsumfelds entwickelt und verbindet digitale Planung, 3D-gedruckte Schalung und den Einsatz von UHPC (ultrahochfestem Beton). Damit war sie in vieler Hinsicht technisch und konstruktiv ein Pionierprojekt.
Für uns bei SW Umwelttechnik war es besonders spannend, gemeinsam mit internationalen Forschungs- und Industriepartnern an einer gemeinsamen Lösung zu arbeiten, denn die Treppe zeigt sehr anschaulich, was mit Beton heute möglich ist, wenn Forschung und Praxis eng zusammenarbeiten.
Persönlich hat dieses Projekt große Bedeutung, weil es exemplarisch zeigt, wie sich unsere Kernkompetenzen – insbesondere im Bereich UHPC und Fertigteilbau – in zukunftsweisende Anwendungen übersetzen lassen.
Wie viele Mitarbeitende beschäftigt SW aktuell in Klagenfurt und wie viele weltweit?
Im Geschäftsjahr 2025 beschäftigte SW Umwelttechnik im Jahresdurchschnitt 55 Personen in Österreich, davon rund 20 in Klagenfurt. In Ungarn beschäftigten wir 2025 260 Mitarbeiter:innen und in Rumänien 470.
Das Thema Nachhaltigkeit wird immer wichtiger. Welche Programme oder Initiativen hat SW in diesem Bereich gestartet?
SW Umwelttechnik hat in den letzten Jahren mehrere konkrete Nachhaltigkeitsinitiativen gestartet, die ökologische, soziale und Governance-Themen abdecken. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf dem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. So wurde beispielsweise die Wiederverwendung von Prozesswasser in der Betonproduktion ausgebaut, um den Frischwasserverbrauch nachhaltig zu senken. Zusätzlich setzt das Unternehmen Maßnahmen zur Reduktion des Materialverbrauchs um, insbesondere durch die Verringerung des Holzverbrauchs in der Produktion sowie durch ein weiterentwickeltes Abfallmanagement, das eine effizientere Erfassung und Auswertung von Abfallmengen ermöglicht.
Auch im Bereich Klimaschutz werden Maßnahmen gesetzt, beispielsweise durch den Einsatz recycelter Materialien, alternative Bindemittel und die langfristige Reduktion von CO₂-Emissionen entlang der Wertschöpfungskette.
Neben den ökologischen Maßnahmen spielen auch soziale Nachhaltigkeitsinitiativen eine wichtige Rolle. Dazu zählen Programme zur Förderung von Frauen, insbesondere in technischen Berufen und Führungspositionen, sowie Trainee-, Lehrlings- und Weiterbildungsprogramme zur langfristigen Entwicklung von Fachkräften. Ergänzt wird dies durch Maßnahmen im Bereich Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Chancengleichheit. Insgesamt zeigt sich, dass Nachhaltigkeit bei SW nicht nur als Umweltfrage verstanden wird, sondern als integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie.
Digitalisierung & Technologie: Wo steht SW heute?
SW Umwelttechnik befindet sich im Bereich Digitalisierung und Technologie bereits auf einem sehr soliden Entwicklungsstand und hat diesen Bereich in den vergangenen Jahren gezielt als strategischen Schwerpunkt ausgebaut. Auch im Jahr 2025 bildeten Digitalisierung und Automatisierung wesentliche Schwerpunkte der laufenden Weiterentwicklung. Im Fokus standen dabei insbesondere die Anpassung und Optimierung der Produktionsstrukturen sowie die weitere Steigerung der Effizienz in den Werken. Ziel ist es, Prozesse schlanker, ressourcenschonender und leistungsfähiger zu gestalten, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Digitalisierung wird bei SW somit nicht als kurzfristiger Trend verstanden, sondern als zentraler Hebel für nachhaltiges Wachstum und zur Steigerung der operativen Leistungsfähigkeit.
Inwiefern spielt Künstliche Intelligenz (KI) bereits eine Rolle – oder wird dies in Zukunft tun?
Künstliche Intelligenz ist derzeit noch kein explizit ausgewiesener Schwerpunkt in unseren operativen Prozessen, wir sehen in diesem Bereich jedoch ein erhebliches Zukunftspotenzial. Vor dem Hintergrund unserer strategischen Ausrichtung auf Digitalisierung, Automatisierung und datenbasierte Prozessoptimierung beobachten wir die Entwicklungen rund um KI sehr genau. Insbesondere in Bereichen wie Produktionssteuerung, vorausschauender Wartung von Anlagen, Qualitätskontrolle, Ressourcenplanung sowie der Analyse von Produktions- und Nachhaltigkeitsdaten eröffnet KI interessante Möglichkeiten. Unser Ziel ist es, technologische Innovationen gezielt dort einzusetzen, wo sie Effizienz steigern, Ressourcen schonen und unsere Prozesse nachhaltig verbessern können. Daher gehen wir davon aus, dass Künstliche Intelligenz in Zukunft eine zunehmend wichtige Rolle in der Weiterentwicklung unserer internen Abläufe und unserer strategischen Ausrichtung einnehmen wird.
Sie sind auch Honorarkonsul von Rumänien in Kärnten. Wie sehr ehrt Sie dieses Amt – und welche Projekte oder Aufgaben möchten Sie in dieser Funktion besonders vorantreiben?
Dieses Amt ist für mich eine große Ehre und zugleich eine besondere Verantwortung. Rumänien ist für mich nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht ein wichtiger Partner, sondern auch ein Land, mit dem mich durch unsere langjährige unternehmerische Tätigkeit eine enge persönliche und professionelle Verbundenheit verbindet. Umso mehr freut es mich, als Honorarkonsul einen aktiven Beitrag dazu leisten zu können, die Beziehungen zwischen Kärnten und Rumänien weiter zu stärken.
Ein besonderes Anliegen ist es mir, den wirtschaftlichen Austausch zwischen beiden Regionen weiter voranzutreiben. Darüber hinaus sehe ich meine Aufgabe auch darin, den kulturellen Dialog zu fördern und Menschen miteinander zu vernetzen. Es geht darum, Begegnungen auf Augenhöhe zu schaffen, gegenseitiges Verständnis zu stärken und bestehende Vorurteile abzubauen. Gerade im europäischen Kontext ist es wichtig, Brücken zwischen Regionen zu bauen und gemeinsame Chancen sichtbar zu machen. Mein Ziel ist es, die langjährige Partnerschaft zwischen Österreich und Rumänien nachhaltig weiterzuentwickeln und mit konkreten Initiativen mit Leben zu füllen.
Welche Rolle spielt Rumänien für SW – wirtschaftlich, kulturell oder im Kontext der internationalen Zusammenarbeit?
Rumänien spielt für SW Umwelttechnik eine zentrale Rolle – wirtschaftlich ebenso wie im Kontext unserer internationalen Ausrichtung. Der rumänische Markt hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Wachstumstreiber innerhalb der Gruppe entwickelt. Insbesondere im Bereich Infrastruktur sowie bei EU-finanzierten Projekten sehen wir dort ein nachhaltiges und langfristiges Potenzial. Die positive Geschäftsentwicklung unterstreicht diese Bedeutung sehr deutlich: Rumänien ist heute einer unserer stärksten Märkte und ein wesentlicher Pfeiler unserer internationalen Wachstumsstrategie. Unser frühzeitiger Markteintritt vor mehr als zwei Jahrzehnten hat sich als strategisch richtungsweisend erwiesen. Durch gezielte Investitionen in Produktionsstandorte und Kapazitätserweiterungen konnten wir unsere Marktposition konsequent ausbauen und gleichzeitig Kundennähe sowie kurze Lieferwege sicherstellen.
Neben der wirtschaftlichen Bedeutung spielt Rumänien auch kulturell und im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit eine wichtige Rolle. Als international tätige Unternehmensgruppe setzen wir bewusst auf lokale Teams und regionale Marktkenntnis. Diese enge Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg stärkt nicht nur unsere operative Leistungsfähigkeit, sondern auch den interkulturellen Austausch innerhalb der Gruppe. Rumänien ist damit für SW weit mehr als nur ein Absatzmarkt – es ist ein strategischer Partner und ein wesentlicher Bestandteil unserer internationalen Unternehmensentwicklung.
Wie gelingt es SW, trotz Fachkräftemangel, technologischer Veränderungen und globaler Herausforderungen stabil und innovativ zu bleiben?
Die Stabilität und Innovationskraft von SW basiert auf einem klaren strategischen Zusammenspiel aus Mitarbeiterentwicklung, technologischer Weiterentwicklung und langfristiger Standortorientierung. Aus unserer Erfahrung gibt es keine Einzelmaßnahme, um den aktuellen Herausforderungen wie Fachkräftemangel, technologischen Veränderungen oder globalen Marktunsicherheiten erfolgreich zu begegnen. Entscheidend ist vielmehr ein ganzheitlicher Ansatz, der mehrere Faktoren gleichzeitig berücksichtigt.
SW bleibt stabil und innovativ, indem wir konsequent in unsere Mitarbeiter:innen und in langfristige Strukturen investieren. Gerade angesichts des Fachkräftemangels setzen wir stark auf Aus- und Weiterbildung, Lehrlingsprogramme sowie die Entwicklung von Fachkräften im eigenen Unternehmen. Gleichzeitig treiben wir Digitalisierung, Automatisierung und die laufende Optimierung unserer Prozesse gezielt voran. Technologische Veränderungen verstehen wir dabei als Chance, Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. In Kombination mit einer klaren strategischen Ausrichtung und unserer internationalen Aufstellung gelingt es uns, auch in einem herausfordernden globalen Umfeld stabil und zukunftsorientiert zu bleiben.
Welche strategischen Ziele verfolgen Sie für die kommenden Jahre – sowohl für die Gruppe als auch speziell für den Standort Klagenfurt?
Für die kommenden Jahre verfolgen wir klare strategische Ziele, die auf nachhaltiges Wachstum, Effizienz und die weitere Stärkung unserer Marktposition ausgerichtet sind. Auf Gruppenebene liegt unser Fokus darauf, unsere Kernmärkte in Österreich, Ungarn und insbesondere Rumänien weiter auszubauen. Dabei stehen eine hohe Flexibilität in der Produktionsplanung, gezielte Effizienzmaßnahmen sowie eine konsequente Kundenorientierung im Mittelpunkt. Gleichzeitig bereiten wir uns strategisch auf die erwartete Markterholung vor und wollen die langfristigen Wachstumsperspektiven in unseren Kernregionen sowie das Potenzial in der CEE-Region aktiv nutzen.
Speziell für den Standort Klagenfurt, als Gründungsstandort und wichtiger Unternehmenssitz, sehen wir weiterhin eine zentrale strategische Rolle. Hier geht es vor allem darum, die Funktion als Steuerungs- und Kompetenzzentrum der Gruppe weiter zu stärken, Innovationen voranzutreiben und die enge Vernetzung mit unseren internationalen Standorten auszubauen. Klagenfurt bleibt damit ein wesentlicher Ankerpunkt für unsere Unternehmensentwicklung.
Was unterscheidet SW Ihrer Meinung nach von anderen Unternehmen in der Branche? Was ist Ihr „USP“ nach 115 Jahren?
Was uns von vielen anderen Unternehmen in der Branche unterscheidet, ist vor allem die Kombination aus langjähriger Tradition und konsequenter Weiterentwicklung. Seit über 115 Jahren stehen wir für Qualität, aber wir haben uns nie auf dieser Geschichte ausgeruht.
Unser USP liegt aus meiner Sicht in drei Punkten:
Erstens in unserer Spezialisierung auf nachhaltige Infrastruktur-Lösungen aus Beton, insbesondere im Bereich Umwelttechnik. Wir denken Projekte nicht kurzfristig, sondern über den gesamten Lebenszyklus hinweg.
Zweitens in unserer regionalen Nähe bei gleichzeitig internationaler Ausrichtung. Wir sind in mehreren Ländern aktiv und verstehen die lokalen Anforderungen sehr genau, das gibt uns Flexibilität und Kundennähe.
Und drittens in unserer Innovationsfähigkeit als mittelständisch geprägtes Unternehmen: Wir können schnell entscheiden, neue Technologien umsetzen und gleichzeitig auf ein starkes Fundament aus Erfahrung und Fachwissen zurückgreifen.
Was würden Sie anderen Unternehmen mitgeben, die sich – wie SW – langfristig in Klagenfurt bzw. in Kärnten erfolgreich entwickeln möchten?
Ich würde anderen Unternehmen vor allem raten, langfristig zu denken und sich gleichzeitig stark in der Region zu verankern.
In Kärnten ist Nähe, zu Mitarbeiter:innen, Kund:innen und Partner:innen, ein entscheidender Erfolgsfaktor. Wer diese Beziehungen pflegt und verlässlich bleibt, schafft Vertrauen, das über viele Jahre trägt.
Gleichzeitig ist es wichtig, nicht nur regional zu denken, sondern offen für Innovation und internationale Entwicklungen zu bleiben. Gerade die Kombination aus lokaler Stärke und globalem Blickwinkel ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor.
Wie fühlen Sie sich persönlich, Teil eines Unternehmens zu sein, das seit über einem Jahrhundert Bestand hat und kontinuierlich weiter wächst?
Es ist für mich persönlich eine große Ehre, Teil von SW Umwelttechnik zu sein. Ein Unternehmen, das über so einen langen Zeitraum Bestand hat, trägt automatisch eine gewisse Verantwortung in sich – gegenüber den Mitarbeiter:innen, den Kund:innen, aber auch gegenüber der Geschichte und den Werten, die über Generationen aufgebaut wurden. Besonders ist dabei auch die Kontinuität als Familienunternehmen, das 1910 in Klagenfurt von der Familie Wolschner gegründet wurde und sich über Generationen hinweg weiterentwickelt hat. Heute wird das Unternehmen in der fünften Generation von mir als Vorstand geführt und von meiner Frau Elke Einfalt, geborene Wolschner, mitgetragen.
Gleichzeitig ist es beeindruckend zu sehen, dass ein Unternehmen mit dieser Tradition nicht stehen bleibt, sondern sich kontinuierlich weiterentwickelt. Wachstum über mehr als ein Jahrhundert bedeutet ja nicht nur Expansion, sondern vor allem auch Anpassungsfähigkeit. Das im Alltag mitzuerleben, schafft ein starkes Bewusstsein dafür, dass man Teil von etwas ist, das größer ist als das Tagesgeschäft.
Persönlich empfinde ich das als sehr motivierend. Es verbindet Stolz auf das Erreichte mit dem Anspruch, aktiv an der Zukunft mitzuwirken.
“Der Standort Klagenfurt steht für unsere industrielle Tradition ebenso wie für Innovation, etwa in der Weiterentwicklung nachhaltiger Produkte, digitaler Planungsprozesse und effizienter Fertigung. Klagenfurt ist damit identitätsstiftend für SW und gleichzeitig Ausgangspunkt unserer internationalen Aktivitäten.”
Klaus Einfalt
CEO SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG
Das 1910 in Klagenfurt gegründete Familienunternehmen SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG entwickelt und produziert Betonfertigteile für den Auf- und Ausbau der Infrastruktur über und unter der Erde – seit 1910 in Österreich, seit 1990 in Ungarn und seit 2001 in Rumänien.

